Sport bei Vorhofflimmern?


Bewegung versus Schonen
Eine Seniorin mit Vorhofflimmern läuft mit Surfbrett am Strand entlang.
mauritius images / Westend61 / Uwe Umstätter

Bewegung wirkt sich in den allermeisten Fällen positiv auf die Gesundheit aus. Doch gilt das auch, wenn das Herz aus dem Takt geraten ist? Das Wissenschaftsnetzwerk Cochrane hat untersucht, was Studien zum Sport bei Vorhofflimmern sagen.

Weniger körperliche und psychische Symptome

Vorhofflimmern zählt in Deutschland zu den häufigsten Herzrhythmus-Störungen. Gerade ältere Menschen sind davon betroffen. Dennoch gibt es bisher wenig konkrete Empfehlungen dazu, wieviel sich Menschen mit Vorhofflimmern bewegen sollen. Das Cochrane-Netzwerk wollte diese Wissenslücke schließen und hat sich deswegen 20 Studien zu diesem Thema genauer angeschaut. Als „wahrscheinlich“ konnten folgende Effekte identifiziert werden:

  • Viele Beschwerden verbesserten sich durch Sport, etwa Herzrasen, Atemnot, Müdigkeit und Schwindel.
  • Auch psychisch fühlten sich die Sporttreibenden besser: Sie hatten zum Beispiel weniger Sorgen und Angst in Bezug auf Ihre Erkrankung.
  • Es kam seltener zu neuen Episoden von Vorhofflimmern.

Wie sicher sind die Ergebnisse?

Die Studien hatten allerdings auch Mängel: So wussten die Teilnehmenden naturgemäß, ob sie in der Sport-Gruppe waren oder sich schonen sollten. Möglicherweise fühlten sich die Sporttreibenden allein deshalb besser. 
Unklar ist außerdem, welche Art der Bewegung sich bei Vorhofflimmern besonders gut eignet: eher intensive Einheiten wie beim Intervalltraining oder doch besser Yoga? Studien dazu laufen im Moment, Ergebnisse sind aber noch nicht verfügbar.

Der Beobachtungszeitraum der Studien umfasste übrigens nur 1 Jahr – entsprechend ist schwierig zu sagen, ob Bewegung auch das Sterberisiko senken könnte. 

Quelle: www.wissenwaswirkt.org

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